A Walk in the Park

12. Juni 2002, von Elke

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Gewiss! Den Central Park kennt ein jeder und sein Besuch gehört bei einem New York Aufenthalt einfach dazu. Bekannt aus unzähligen in New York spielenden Filmen, berüchtigt für seine des Nachts hohen Verbrechensraten, beliebt bei allen Skatern und Bikern, begrüßt von Upper West Side Nannies, belagert von vielen Sonnenhungrigen – der Süden des Central Park ist angesagt wie eh und je! Doch wie sieht es mit dem Norden aus? Foto: Sheep Meadow mit Skyline

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Um in den Norden der grünen Lunge Manhattans zu gelangen, muss man nicht stundenlange Wanderungen auf sich nehmen, sondern kann bequem mit einem der Express-Züge nach Uptown fahren. Beispielsweise mit der Express-Subway 4 oder 5 in die 86. Straße, dort in den Local Nummer 6 umsteigen und schließlich an der 110. Straße aussteigen. Tipp: Unser Subway Guide! Foto: Das Harlem Meer

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Keine Angst! Auch wenn es sich bei der bereits dreistellig nummeriereten Straße um den Stadtteil Harlem handelt, haben die Bewohner dort durchaus schon den ein oder anderen Touristen gesehen, und gehen lieber ihren eigenen Dingen nach, als andere zu belästigen! Beispielsweise kann man in einem Spiritousengeschäft, Liquor Store, auf der Madison Avenue noch den zum Picknick fehlenden Wein erwerben und dann den Weg in Richtung Park fortsetzen. Bei dem Liquor Shop nicht wundern, dass der komplett hinter Panzerglas ist! Das sind sie unter anderem auch in der Lower East Side – eine Vorsichtsmaßnahme gegenüber Mitmenschen, die allzu dringend Nachschub oder Geld brauchen. Foto: Rustikale Brücke auf der Wildblumenwiese

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An der nördlichen Ost-Seite des Parks befindet sich ein künstlich angelegter See, der sein Wasser aus dem Reservoir bezieht, das die Mitte des Central Parks dominiert. Benannt nach dem dänischen Wort für “small sea”, bietet das Harlem Meer trotz seiner ehemaligen Künstlichkeit eine beliebte Heimat für verschiedenste Vogelarten. An seinem Ufer liegt auch das Informationszentrum, das Charles A. Dana Discovery Center, von wo aus interessante, kostenlose Touren starten. Übrigens: nicht nur Enten, Kraniche und Singvögel haben ihre Freude an dem Gewässer, sondern auch diverse Fischarten, die sogar gefangen werden dürfen! Allerdings müssen die Süßwasserbewohner wieder ins kühle Nass zurück befördert werden. “Catch and Realease Only!” Foto: Huddlestone Arch

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Ein Spaziergang rund um’s Harlem Meer lohnt sich und ist ein guter Ausgangspunkt um den verwunschenen Teil des Central Park zu erkunden. Wem aber mehr der Sinn nach Statuen, Springbrunnen oder Blumenkunst steht, sollte keinesfalls den Conservatory Garden links liegen lassen. Auch wenn bei Wasserknappheit, wie derzeit der Fall, die Springbrunnen etwas traurig aussehen. Nach diesem Abstecher in Jahrhundertwende-Gartenkunst, lädt der dichte Laubwald mit seinen Eichen, Eschen, Ahorn- und Hickory-Bäumen endgültig zum Erforschen ein. Gleichermaßen einen Eingang bildet der “Huddlestone Arch”, ein steinerner Torbogen, der 1866 aus den umherliegenden Gesteinen ganz ohne Mörtel oder sonstigen Materialien errichtet wurde. Foto: Glen Span Arch

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Plötzlich fühlt man sich in eine ganz andere Welt versetzt – ist das hier wirklich noch Manhattan? Gerne rühmt sich die Central Park Conservancy damit, dass es hier aussähe wie in den Adirondacks, dem Erholungsgebiet im Nordwesten des Staates New York: der Waldboden ist übersäht mit Laub, kleinen Ästen und Zweigen, überzogen mit krautartigen Pflanzen sowie Moos und Wildgräsern. Wer dem hektischen Großstadttreiben schnell und unkompliziert entfliehen möchte, ist hier richtig! Naturidylle pur. In der Nähe des “Pool” laden dann auch fünf Wasserfälle zum Verweilen ein. Obwohl alles so zufällig und natürlich echt erscheint, sind auch sie wiederum ein Werk der Central Park Architekten Olmsted, Vaux und ihrer Landschaftsplaner. Foto: Ravine Waterfall

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Neben dem Harlem Meer, dem Loch, dem Pool, der vielen hölzernen Brücken und steinernen Torbögen prägt die “North Meadow” das Bild des Central Park Nordens. Fußballfelder – der Sport wird auch in Amerika richtig populär! – wechseln sich mit Baseballfeldern ab. Doch läuft hier nichts ohne Voranmeldung. Nach derart viel Wald und Wiese könnte man nun auf Höhe der 96. Straße die grüne Oase verlassen und wieder ein wenig Großstadtluft schnuppern, bis zur 3rd Avenue durchlaufen und dort in einem der vielen Pubs und Bars eine Erfrischung zu sich nehmen… Foto: Springbanks Arch