Metropolengespräch

21. Woche 2003 von Elke

Freitag, 23.Mai

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New York ist nicht nur Weltmetropole, sondern führt auch scheinbar unüberwindbare Welten zusammen. Oder seit wann können sich MünchnerInnen und BerlinerInnen auf eine gemeinsame, coole Stadt einigen?
So geschehen kürzlich in meiner Hausundhofbar, – in der ich mich zu einem “Blind Date” einfand. Ob sich “Hanesbanes” wohl gleichfalls trauen würde? Beide im New York City Forum aktiv, verabredeten wir uns locker in der Lolita – wo Oliver und ich sowieso jeden Freitag anzutreffen sind…
Kaum hatte mir Ken unaufgefordert mein Lieblingsbbier auf den Thresen gestellt, ich es mir gerade erst gemütlich (die Ex-Münchnerin in mir!) gemacht, quatscht mich auch schon ein blonder Mann an, ob ich denn die Elke sei. Yeah! Sympatisch der Hanesbanes! Sofort quatschen wir munter drauf los und hören auch nicht wieder auf, als sich später noch seine Freunde und natürlich auch Oliver zu uns gesellen. Berlin – München – New York waren unsere Themen, mit leichtem Schwerpunkt auf New York.
Herzliche Grüße nach Berlin, Hanesbanes und seine Freunde…

Künstliche und reale Welten

Dienstag, 13. Mai

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Abgesehen der für meine Green Card vorgeschriebenen Untersuchungen, hatte ich das amerikanischem Gesundheitssystem bisher nicht weiter kennengelernt. Doch komme ich nicht mehr umhin, einen Zahnarzt, gleich ob männlich oder weiblich, aufzusuchen. Glücklicherweise bietet mein Arbeitgeber in dem “bonus package”, d.h. Nebenleistungen, die in Deutschland immer als selbstverständlich hingenommen werden, eine zahnärztliche Versicherung an. Also gucke ich mir jemanden aus, der nicht nur in der Nähe meiner Wohnung praktiziert, sondern auch dem Netzwerk meiner Versicherung angeschlossen ist.

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Die Praxis hatte ich bereits vergangene Woche betreten, um mich zu vergewissern, dass es dort freundlich und nett zugeht zwecks Angstabbau! Und als ich dann am Dienstag zur Untersuchung dort auftauche, bin ich ganz ruhig und kann den erforderlichen Prozeduren gelassen entgegen sehen. Ja, ich habe sogar noch Ruhe und Zeit, ein paar Fotos mit meinem neuen kleinen Handheld zu nehmen (ein drei Wochen altes Highlight). Yep, mit einem Palm Handheld, der in seiner neuesten Version eine Kamera integriert hat. Alle Fotos auf dieser Seite sind diesmal mit dem Zire 17 erstellt. Natürlich taugt der Palm Zire 71 in erster Linie zur praktischen Datenorganisation, doch weist er noch andere nützliche Funktionen auf und ist ein absolut empfehlenswertes Gerät.

Donnerstag, 15.Mai

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Das echte Highlight der Woche ist aber weniger der Besuch bei meinem neuen, schicken, spanischen Zahnarzt Juan (kommen da nicht wilde Assoziatonen auf?!) sondern der eines Lichtspielhauses, sprich dem Loews an der 34th street. Vier Jahre hatten wir Zeit, uns mit der Frage What is the Matrix zu beschäftigen und heute sollte sie endlich weitergeführt werden, die Geschichte um The One, der erst in der Matrix so richtig aufblüht. Und natürlich Trinity, Morpheus und den unvermeidlichen Agent Smith, sowie viele neue Charaktäre wie beispielsweise Link, Zee oder Niobe.

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Bereits am 5. Mai hatte ich bei Fandango Karten für die Vorstellung am 15. Mai um 7:15pm online reserviert. Nach Arbeitsschluss begebe ich mit einem kleinen Umweg über einen Deli (Abendessen für Oliver und mich) gleich in die 34th street, Ecke 8th Avenue, fahre mit der Rolltreppe in den 2. Stock und staune nicht schlecht, über die etwa 100 Menschen, die bereits vor mir anstehen, um einen guten Platz zu erhaschen. Es ist gerade mal halb Sieben und wir werden eingelassen. Hurra! Ich hab ihn, meinen Lieblingsplatz, und als etwa eine Viertelstunde später auch Oliver eintrifft, geht’s auch bald los das Kinovergnügen: The Matrix Reloaded. Um niemandem etwas zu verraten, höre ich mit dem Berichten bereits wieder auf und rate Fans nur eins: nicht so viel drüber lesen, sondern ANSCHAUEN! Es lohnt sich…

Action im Bryant Park

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Endlich lacht auch in Manhattan die Sonne wieder, nachdem wir sie so fleißig nach Deutschland ausgeliehen haben. Und so begebe ich mich zu meiner Mittagspause, bzw. “lunch break”, in den Bryant Park. Nicht jedoch ohne vorher in einem Deli ein wenig gedünsteten Broccoli und Lachs eingeholt zu haben. In der New York Times hatte ich bereits davon gelesen, als ich ihn jedoch leibhaftig sehe, läuft ein kleiner Schauer der Begeisterung über meinen Rücken: ein rotbrauner Falke schwingt da majestätisch seine Flügel und lässt sich auf dem nächstgelegenen Baum nieder. Foto vom Falken. Hat er den Tauben ihren Aufenthalt im Park auch ordentlich verleidet? Denn das ist seine Hauptaufgabe! Aus verschiedensten Gründen darf den Tauben nicht der Gar ausgemacht werden, weshalb nach alternativen Methoden gesucht werden muss, ihrer Herr zu werden. Der herbeieilende Falkner passt auf, dass der Falke sich nicht ängstigt (echt wahr!) und er seiner Mission gerecht wird. Das Pilotprojekt läuft noch einige Wochen und falls es erfolgreich ist, werden in Manhattan wohl noch mehr Raubvögel zu sehen sein.

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Woher hat der Bryant Park seinen Namen? Nachdem ursprünglich auf dem Gelände des Parks George Washingtons Truppen gekämpft hatten, wurde 1853 darauf der Glaspalast zur ersten Weltausstellung erbaut, der jedoch 1858 komplett niederbrannte. 1884 schließlich wurde das Gebiet Bryant Park genannt. Damit wurde der Dichter, Redakteur und maßgeblicher Befürworter des Central Parks, William Cullen Bryant (1794-1878), geehrt.
Heute findet im Bryant Park unter anderem das HBO Sommer Festival, sprich Open Air Kino statt, zu dem sich Hunderte von Menschen einfinden. Und immer laden die gepflegte Grünfläche sowie die vielen Stühle und Tische zum lauschigen Verweilen