Die sonnigen Seiten des Sommers

29. Woche 2003 von Elke

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Manhattan hat so viel zu bieten, was wir allerdings schon länger nicht mehr so richtig erkundet haben. Deshalb machen wir uns am Samstag, den 12. Juli zu einem “Stadttag” auf, fahren bis zum Union Square und laufen über Irving Plaza und Gramercy Park die Lexington bis ganz noch oben in die 86th Street. Die Sonne lacht und macht den Spaziergang zum Vergnügen ohne jedoch allzu aufdringlich, sprich ‘heiß’ zu sein.
Auf dem Weg halten wir Ausschau nach möglichen neuen “Neighborhoods”, Nachbarschaften, wo es uns auch gefallen könnte. Die etwas verschlafen wirkenden Häuser rund um den Gramercy Park würden eine willkommene Alternative zu unserer Downtown-Hektik bilden. Wenn man dann noch einen Schlüssel für den nur Eingeweihten zugänglichen Park ergattern könnte…

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Unser Weg führte uns schließlich ins Kino, um Pirates of the Caribbean zu sehen, doch nicht ohne vorher auf einen Drink samt Snack in den “Mad River Grill” einzukehren. Das Preisleistungsverhältnis stimmt in dieser Kneipe, oder man könnte das gern besuchte Lokal auch “günstig” nennen. Nach dem Kinohit des Sommers 2003 – ein ausgesprochen vergnüglicher Streifen mit Johnny Depp at his best! – spazierten wir bis zum Times Square, um dann schließlich die Beine auf dem Weg nach Hause in der Subway ausruhen zu lassen.

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Nach einem Sonntag im Bronx Zoo ging’s am Montag gleich lebhaft weiter, denn eine Moonlight Cruise des Cafe Wha? stand auf dem Programm. Das Boarding fand am Pier 40, auf Höhe der Hudson Street statt. Die “Queen of Hearts” war tüchtig beladen mit Feierwütigen und Amüsierwilligen.
In gut drei Stunden fuhr das Ausflugsschiff den Hudson nach oben, bis zur Columbia University, um dann wieder ganz nach unten bis zur Freiheitsstatue zu tuckern, an die wir diesmal ein wenig näher rankamen, als bei unserer Segeltörn mit der Pioneer.

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Die Haus-Band des Cafe Wha? spielte wie immer unermüdlich und in hoher Qualität auf. Auch wenn die gut ein Dutzend-Köpfige Band lediglich klasse Songs anderer MusikerInnen nachspielt, so tut sie dies höchst unterhaltsam und auf einem Niveau, das jeder ernsthaften Musikkritik stand hält. Zudem ist das Repertoire derart umfangreich, so dass für jeden etwas dabei ist.
Empfehlung an alle New York BesucherInnen: wenn es jahreszeitlich passt, dann nichts wie auf ein Schiff – es lohnt sich! Es gibt nicht nur die Circle Line, sondern jede Menge Ausflugsfahrten wie bspw. eine Blues Cruise (nicht getestet!) oder mit dem dreimastigen Schooner Adirondack (erkunden wir demnächst!).

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Foto: Oliver den Arm ausgestreckt, und auf den Auslöser gedrückt. Nicht schlecht, oder? Nur das Empire State Building im Hintergrund ist kaum zu erkennen…
Nach diesem inspirierenden Wochenauftakt, ließen wir es die darauffolgenden Tage etwas ruhiger angehen, mit einem Dinner-Highlight bei Freunden am Donnerstag und einem Zusammentreffen in der Lolita mit Nicole und Martin, die wir vom NYC-Guide Board her “kennen”. Den supersonnigen Samstag verbrachten wir wie schon ein paar Wochen zuvor an unserem geliebten Fire Island Beach und den Sonntag dafür nur schlicht im Hudson River Park. Egal ob am Sandstrand oder auf der grünen Wiese – Sommer ist ganz wunderbar!