Im Jahr des Affen – Ein Wochenende mit Entertainment satt!

4. Woche 2004 von Elke

20040124-20040126-1 005

Freitag war wieder unser Stammlokal angesagt, in dem sich zu Olivers (und meiner) Freude wieder einmal die hübsche Wirtin Katie eingefunden hatte. Die Lower East Side und die vielen neuen Bars und Restaurants wurden in einem zweiseitigen Artikel in der New York Times gewürdigt. Ganz besonderes Augenmerk legte der Journalist auf die Vorreiter-Bar des Viertels: “unsere” Lolita! Er scheint dort gleichfalls beständiger Gast zu sein, doch wusste niemand, wer JESSE McKINLEY, der Autor eigentlich sei.

Samstag und Sonnenschein – das hatte ich mir gewünscht! Trotz Kälte bildete ich mir einen Stadtspaziergang ein. Raus! Drei Wochen in Folge haben wir nun schon was-weiß-ich-wieviele Grade unter Null. Um nicht sogleich zu erfrieren, haben wir uns ganz warm eingemümmelt und sind mit dem Express Train in die Upper West Side gefahren. Zwar war der Himmel knatschblau und auch die Sonne schien, doch wärmte sie nicht, sondern ließ einem eisigen Wind den Vortritt. Entsprechend wenig Menschen waren unterwegs.

20040124-20040126-1 017

Wir spazierten von der 92nd Street hinunter zur 72th und sind dann rein in den Central Park. Die üblichen Besucher fehlten, und nur eine einsame Rose lag auf lag auf John Lennons “Imagine”, seinem Denkmal. Spontan entschlossen wir uns, dem Zoo einen Besuch abzustatten, was uns als Mietglieder des WCS sowieso nichts extra kostet. Wir waren gespannt, wie Gus und die beiden anderen Eisbären mit der Kälte umgehen würden. Wenigstens die sollten sich doch drüber freuen! Und das taten sie auch. Die drei habe ich noch nie so munter gesehen. Auch die Seelöwen sprangen ständig aus dem Wasser, stützen sich am Beckenrand auf und scherzten mit den Besuchern – so kam es mir vor. Sie schienen die Menschenmengen, die sich sonst durch den kleinen Centralparkzoo drängen, regelrecht zu vermissen. Im Dschungelhaus wärmten wir uns auf – guter Tipp für kalte Tage übrigens.

20040124-20040126-1 021

Von außen aufgewärmt, war uns nach einer kühlen Erfrischung und die nehmen wir in Centralpark Ecke am Liebsten im PJ Carney zu uns. Zwei Bier später sind wir zu einer kleinen, schicken marokkanischen Lounge spaziert. Zwei Avenues und 13 Straßen entfernt, durch den nun erst so richtig kalten Abend. Doch wärmte hier ein guter Schluck Rotwein, und einige kleine nordafrikanische Speisen. Der Abend war noch immer jung, unsere Stimmung blendend, und so genehmigten wir uns einen blended Scotch in der “Revolution” Bar.

1

Ein Blick auf die Uhr meines Mobiltelefons zeigte 10:25. Und auf Höhe der 44. Straße befindet sich das “Imperial Theater”. Glücklicherweise brauchte ich Oliver nicht lange von der Notwendigkeit zu überzeugen, unbedingt die 44. Straße zum Times Square und unserer Subway zu müssen. Er war dabei! Wir erreichten den Bühneneingang des Imperial Theater, an der sich die üblichen Absperrgitter und das davor wartende Auto befanden. Diesmal war es allerdings kein SUV, sondern eine Stretchlimo.
Links vom Eingang wartete noch niemand, und so stellten wir uns dorthin, blieben aber nicht lange allein. Der Hüter der Stage Door, “Kevin”, warf in die Runde der Wartenden “3 more minutes to go” – also waren wir wohl wirklich rechtzeitig eingetroffen. Doch noch etwas schmetterte Kevin diesmal nur mir allein entgegen: “You are gorgeous!” und kümmerte sich wieder um die Türe. Ob ich fror? Keine Spur! Verwöhnt mit netten Komplimenten (in der Bar zuvor gab’s auch schon eines) kann ich mich nicht mit solch Banalitäten wie Minustemperaturen abgeben!

Tür geht auf, und raus kommt er, auf den alle warten: Hugh Jackman! Blauweißgeringelter Schal fest um den Hals gewickelt, Haare unter eine Mütze versteckt, schlabbrige Jogginghose, sichtlich von der Abendvorstellung geschafft, aber glücklich wirkend. Zuerst gibt er den Rechtswartenden ein Autogramm und dann den Linkswartenden. Wie gut, dass ich zufällig (!) einen Flyer mit The Boy from Oz dabei hatte. Er gab insgesamt etwa 15 Autogramme und wurde dann von seinem Leibwächter (?) in die Stretchlimosine bugsiert.

20040125-20040126-1 040

Noch nicht genug des Amüsement, spazierten wir am Sonntag ins nahegelegene Chinatown um der Parade für’s Neue Jahr beizuwohnen (The Year of the Monkey). 1 Stunde und 20 Minuten hielten wir aus… Zu kalt! Abend schauten wir mit Spannung der Verleihung der Golden Globes zu. Hatten wir doch diesmal so ziemlich alle nominierten Filme und die nominierten SchauspielerInnen in ihren Rollen gesehen. Besonders freuten wir uns für Renee Zellweger, Bill Murray, Diane Keaton und Sophia Coppola. Dass Keanu Reeves, Pierce Brosnan und zum Abschluss Leonardo DiCaprio die Preise überreichten, war ein kleines TV-Highlight und das Tüpfelchen auf einem rundum gelungenes Wochenende!