Time Warner Center: Keine Mall, sondern ein Urban Retail Center

6. Woche 2004 von Oliver

Am Donnerstag stand eigentlich Tokio auf dem Programm. Aber anstatt ins Kino für Lost In Translation zu gehen, haben wir uns dann doch entschlossen, ein Stück New York live anzuschauen: die Eröffnung des neuen Time Warner Center, des Center of Everything am Columbus Circle.

Time Warner Center

Eröffnung ist natürlich etwas übertrieben, denn die fand schon einen Abend vorher statt, auf Einladung und damit ohne uns. Und so war die Stimmung in dem vierstöckigen Einkaufsparadies eher so, als würde es schon immer existieren.

Die meisten der Geschäfte sind am oberen Ende der Luxusskala angesiedelt und somit für uns nur von begrenztem Interesse. Es gibt aber einen neuen Borders, ein Buch- und Plattenladen, der uns ans Herz gewachsen ist, seitdem wir dort unsere ersten Bücher in New York gekauft haben, damals noch in 5 World Trade Center. Nicht angeschaut haben wir den neuen, größten Supermarkt Manhattans im Keller des Time Warner Center. Wir werden dorthin zurückkehren, wenn die Picknick-Saison im Central Park begonnen hat.

Time Warner Center

Der vierte Stock gehört einer Reihe von Restaurants, von denen allerdings erst eines aufgemacht hat – die anderen werden in den nächsten Wochen folgen. Das eine Restaurant – Stone Rose – war schon voll, sonst hätten wir doch die günstigste Flasche Wein für ungefähr $80 genießen können. Uns vom Masa erwartet man, das Reservierungen dort schwieriger sein werden, als im Nobu.

Die New Yorker sind auf jeden Fall erstmal neugierig, aber es wird noch spannend ob dem neueste Versuch eines „vertikalen Einkaufserlebnis“ das Schicksal eines Trump Towers erspart bleibt.